Liebe Alexandra-Freunde,

lasst uns vorab ein paar Worte zu diesem Thema verlieren, da es immer wieder zu neuen
Spekulationen und Theorien kommt, besonders unter den immer wieder neu dazukommenden
Alexandra-Freunden. Hier gibt es oft Verwunderung, Verunsicherung, offene Fragen und
daraus resultierend wachsende (Verschw├Ârungs)-Theorien ├╝ber die Hintergr├╝nde des Unfalls
und dem damit verbundenen Ableben von Alexandra und ihrer Mutter Valeska Treitz.

Wir m├Âchten an dieser Stelle versuchen, die Geschehnisse, die zu diesem Ungl├╝ck f├╝hrten,
ein wenig zu beleuchten und transparenter zu machen. Die hier zu lesenden Aussagen spiegeln
nicht die allgemeine Meinung des Vereins "Alexandra-Freunde e.V." wieder, noch hegen wir
Anspruch auf Vollst├Ąndigkeit und Richtigkeit der folgenden Angaben.

Uns ist klar, dass es sehr viele Theorien zu diesem sensiblen Thema gibt, daher beschr├Ąnken
wir uns hier nur auf die belegbaren Fakten und klammern bewu├čt alle esoterischen und
├╝berweltlichen Erkl├Ąrungstheorien aus.

Alle Alexandra-Freunde, die der Meinung sind, neue Denkanst├Â├če geben zu k├Ânnen, und diese
auch glaubhaft belegen k├Ânnen, sind eingeladen, uns diese zukommen zu lassen.
Wir erweitern diese Seite gern von Zeit zu Zeit mit diesen Aussagen, wobei wir uns die
Auswahl und eventuelle Nichtabstellung vorbehalten, wenn es zu sehr aus dem Rahmen f├Ąllt.

Direktzugriff auf die einzelnen Bereiche:
- Gutachten - Theorie und Fragen - Suizid? - Medikamente? - Automanipulation? -
- Todesahnung? - Zu schnell? - Leichenhalle - Unfallakte - Fazit -

Zun├Ąchst ein kurzer Auszug aus dem Gutachten, das der Sachverst├Ąndige Hans F. Naeve damals nach der Untersuchung des Wracks am 08.08.1969 anfertigte.

Fabrikat: Mercedes Typ: 220 S
Aufbau: Coup├ę
Hubraum: 2195cm┬│ / 120 PS
Baujahr: ca. 1958
abgel. Tachostand: 20.343 Km
Kennzeichen: M -AN 835

"Das Fahrzeug ist bei dem Unfall stark demoliert durch Eindr├╝cken der rechten Fahrzeugseite und ein kleines Feuer unter der Motorhaube.... Die Untersuchung musste sich auf das liegende Wrack beschr├Ąnken."

"Vorhandene Bereifung...Continental der Gr├Â├če 7.25 S 13, Zustand zwischen 70 und 90% je nach Reifen."

"Lenkung durch die Zerst├Ârung des Fahrzeugs nicht pr├╝fbar. Nach dem Befund des Lenkgest├Ąnges vor dem Unfall brauchbar gewesen..."

"Das Fahrzeug hat eine ├Âlhydraulische Bremse. Trotz der schweren Besch├Ądigungen...ist das Bremssystem dicht und funktionsf├Ąhig geblieben, soweit es die Fu├č-(Betriebs)bremse betrifft. Wirkung der Handbremse infolge Verbiegens der Teile durch den Unfall nicht mehr pr├╝fbar.... Nach L├Âsen des verklemmten Fu├čbremspedals l├Ą├čt sich die Bremsanlage bet├Ątigen. Am Fu├čbremshebel zeigt sich sofort Gegendruck als Zeichen daf├╝r, das die Bremsen sogleich ansprechen.... Der Bremsbelag zeigt einen gut brauchbaren Zustand und weist an der schw├Ąchsten Stelle eine Dicke von 3,5mm auf (neu etwa 5,5mm), beide Backen trugen ├╝ber die volle Fl├Ąche."

"Es wurden keinerlei Anhaltspunkte gefunden, die darauf hindeuten k├Ânnten, die Bremsen des Fahrzeuges w├Ąren vor dem Unfall nicht verkehrssicher gewesen."

Anhand dieses Fotos kann man sich ein Bild des Ausma├čes und der gewirkten Kr├Ąfte machen:
Unfallwagen
Bildquelle: Internetauktion, Fotograf: Unbekannt

Der LKW mit Anh├Ąnger, der mit 30 Tonnen Gehwegplatten beladen war:
LKW
Bildquelle: Internetauktion, Fotograf: Unbekannt

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Hier einige der Theorien und aufgekommene Fragen:

Zun├Ąchst die "Selbstmord-Theorie":
Eine der weit verbreiteten Theorien besagt, dass Alexandra Selbstmord begehen wollte.

PRO - Was spricht f├╝r einen Suizid?
Richtig ist, dass es sicherlich Menschen geben mag, die in ihrer Situation daran gedacht h├Ątten. Ihr Sohn entfremdet sich langsam von ihr, da sie viel unterwegs ist. Die Beziehung zu Pierre Lafaire ist gescheitert, da herauskommt, er ist bereits in D├Ąnemark verheiratet.

Ihre Schwestern setzen ihr mit finanziellen Forderungen zu. Zusammen mit ihrer Mutter hat sie ihren Vater Anfang Januar 1969 tot in seiner Wohnung aufgefunden.

Sie wird in die M├╝nchner Frauenklinik eingeliefert und operiert. Auf eigenen Wunsch verl├Ąsst sie das Krankenhaus nach 9 Tagen. Es gibt Spekulationen ├╝ber eine Abtreibung w├Ąhrend dieses Klinikaufenthaltes, dieses kann aber nicht 100%ig belegt werden.

Beruflich ist es wie immer stressig. Die zweite LP ist eher schleppend verkauft worden. Trotzdem eilt Alexandra von Termin zu Termin, bem├╝ht, allen Anforderungen ihres Managers gerecht zu werden. Der Star-Fotograf Hansi Hoffmann bezeichnete Alexandras Verfassung nicht nur als Urlaubsreif, sondern als Erholungsreif, so dass sie eigentlich zu einer dreiw├Âchigen Kur h├Ątte fahren m├╝ssen.

Dies alles sind Gr├╝nde, die einen Menschen sicherlich in seinen Grundfesten ersch├╝ttern und labile Menschen eventuell auch in einen Suizid treiben k├Ânnten.

KONTRA - Was spricht nun gegen einen Suizid?
Alexandra wollte in den Urlaub nach Sylt fahren. Warum macht sie sich die M├╝he und f├Ąhrt mit dem Autozug von M├╝nchen nach Hamburg, um dann einen Autounfall herbeizuf├╝hren?

Ein Argument daf├╝r w├Ąre, dass der Entschluss erst nachts im Zug oder direkt im Auto fiel.

Wenn sie h├Ątte Selbstmord begehen wollen, warum hat sie dann aber ihre Mutter und den Sohn mitgenommen, oder sie nicht vorher abgesetzt?

Alexandra hat kurz vor der Reise ihr Testament zugunsten ihrer Mutter und des Sohnes ge├Ąndert. Au├čerdem wurde das Schulgeld f├╝r das Internat des Sohnes f├╝r 2 Jahre im Voraus bezahlt.

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Zur These des Medikamenten-Missbrauchs:
Eine weitere oft geh├Ârte Theorie besagt, dass Alexandra w├Ąhrend der Fahrt unter Medikamenten oder sogar unter Drogen stand. Da nach ihrem Tod keine Obduktion stattfand, kann das nicht mit Sicherheit beantwortet werden.

PRO - Was spricht f├╝r Medikamenten-Missbrauch?
Es ist doch bekannt, dass im Show-Biz im Allgemeinen auf sogenannte "Muntermacher" nicht selten zur├╝ck gegriffen wird. Hin und wieder mag das ja auch eine Indikation sein, wenn es nicht zur Gewohnheit wird. Doch viele sehen das Ma├č nicht.

Alexandra war ziemlich am Ende, von Sorgen geplagt, wie alles weitergeht und f├╝hlte sich zudem (nach den Ger├╝chten zu urteilen) irgendwie verfolgt und bedroht. Ob das nun eine Ausgeburt ihrer Phantasie auf Grund der psychischen und physischen Belastung gewesen ist, vermag heute niemand mehr zu sagen.

Kein richtiger Schlaf, Nervosit├Ąt macht sich breit, vielleicht auch bei den vielen Terminen eine Angst "einzubrechen", indem sie eventuell den Text vergisst, oder ├ähnliches.

Angst, es vielleicht nicht zu schaffen, alles unter einen Hut zu bringen. Die Karriere, das Privatleben, ihre eigenen Bed├╝rfnisse, den Anforderungen zeitweise nicht gewachsen zu sein, oder auch den Forderungen aus der eigenen Familie, st├Ąndig Druck von allen Seiten.

Hier k├Ânnen solche "Pillchen" schon mal Wunder wirken und es wird leicht zur Gewohnheit.

KONTRA - Was spricht nun gegen Medikamenten-Missbrauch?
Denkt man einmal objektiv und logisch dar├╝ber nach und versetzt sich in die Situation von Valeska Treitz. W├╝rde man wirklich ins Auto zu seiner "vollgedr├Âhnten" Tochter steigen, um eine ca. zweist├╝ndige Autofahrt zu absolvieren?

Noch dazu mit dem eigenen ├╝ber alles geliebten Enkel?

Valeska Treitz galt als resolute Frau, die immer einen gro├čen Einflu├č auf Alexandra hatte. Man kann deshalb wohl davon ausgehen, dass sie unter diesen Umst├Ąnden niemals mit ihrem Enkel in das Auto gestiegen w├Ąre.

Sie h├Ątte sicherlich zuvor daf├╝r gesorgt, dass ihre Tochter zun├Ąchst erst einmal wieder klar im Kopf wird, um dieser Fahrt auch gewachsen zu sein.

Alexandra mag schwache Momente gehabt haben, aber alles in Allem wusste sie genau, was sie wollte. Sie wird auch bemerkt haben, wenn sie denn mal ein Medikament genommen hat, welche Auswirkungen das auf ihre Gesundheit hat und dass es auf Dauer nicht gut sein kann.

Sie wollte nach oben, ganz nach oben und dazu geh├Ârt nat├╝rliche St├Ąrke, die sie sicherlich auch hatte. Mit Drogen bekommt man keine St├Ąrke, sie wird einem nur vorgegaukelt. Also kommt man nicht weiter und bleibt als verspotteter Junkie auf der Strecke. Dazu war sie mit Sicherheit zu Stolz, auch wenn sie mit Mitte 20 noch viel Erfahrung sammeln musste.


Wer ├╝brigens mehr ├╝ber den Drogenmissbrauch in der "allgemeinen Szene" wissen m├Âchte, kann es hier ganz gut nachlesen: ISBN 3-8258-5316-0

Buch: Kokain in der Musik

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Zum Verdacht der Manipulation am Wagen:
Eine ebenfalls weit verbreitete Theorie. Eingangs wurden bereits die Daten des Fahrzeuges, sowie ein Ausschnitt aus dem Gutachten des beauftragten Sachverst├Ąndigen aufgef├╝hrt. Die Begutachtung konnte aufgrund der starken Krafteinwirkung beim Aufprall nur noch am Wrack des Autos durchgef├╝hrt werden. Fakt ist, dass der Wagen noch nicht allzu lange in Alexandras Besitz war. Der Wagen war gute 10 Jahre alt und war frisch "├╝berholt" worden.

Hier das Modell des Mercedes Coup├ę 220 S (aus der Sammlung von Winfried Irmler)
Mercedes 220 S Modell
Foto: Privat-Foto Martin Lill, Obermohr

Was "├╝berholt" nun genau hei├čt, kann nicht mehr nachvollzogen werden. Da der Verfasser dieses Textes aber selbst gelernter KFZ-Mechaniker ist, k├Ânnen zumindest einige Mutma├čungen dar├╝ber getroffen werden. Bei einem 10 Jahre alten Auto d├╝rften folgende Teile gewechselt, oder sollten zumindest begutachtet worden sein:

Bremsbel├Ąge - Bremsfl├╝ssigkeit - Bremsseile und -schl├Ąuche - Bremstrommeln Kupplungsscheibe und Druckplatte - Reifen - K├╝hlfl├╝ssigkeit - Motor├Âl und ├ľlfilter Keilriemen - Steuerkette, bzw. Zahnriemen

PRO - Was spricht f├╝r die Manipulation am Wagen?
Sicherlich w├Ąre es theoretisch m├Âglich gewesen, den Mercedes zu manipulieren. Die Bremsen eignen sich daf├╝r nat├╝rlich ideal. Auch die Lenkung k├Ânnte Ziel einer Manipulation sein.

Alexandras Vertrag lief aus bei der Phonogram und eventuell wollte jemand verhindern, dass dieser Stern weiter im Showhimmel aufsteigt und andere Karrieren behinderte?

Nikolai Nefedov wollte seinen Sohn haben, doch das Sorgerecht f├╝r den gemeinsamen Sohn war Alexandra zugesprochen worden. Ihm wurden Verbindungen zur Unterwelt nachgesagt.

Ganz w├╝ste Theorien lenken den Verdacht auf den Sowjetischen Geheimdienst KGB. Hatte Alexandra bei ihrer Russlandtournee Dinge getan, oder erfahren, die eine Liquidierung f├╝r den Geheimdienst nach sich ziehen k├Ânnte?

Hat der Ex-Verlobte Pierre Lafaire, der ja bekanntlich amerikanischer Geheimagent war, hier irgendwo die Finger im Spiel, da sie seine Tarnung aufgedeckt hatte? Die von Alexandra beauftragte Detektei hatte ja nun Verschiedenes ├╝ber ihn herausgefunden. Ausserdem ist sein Verbleib nach Alexandras Tod bis zum heutigen Tage unbekannt.

Der Wagen stand geraume Zeit auf dem Hof der Firma Thomsen in Tellingstedt und war so gut wie f├╝r jedermann erreichbar. Vielleicht, um Spuren zu beseitigen?

Dies nur um einige der Ger├╝chte die so im Umlauf sind, aufzuzeigen.

KONTRA - Was spricht nun gegen die Manipulation am Wagen?
Die Bremsen wurden gepr├╝ft und es wurde dabei festgestellt, dass diese trotz der starken Besch├Ądigung des Wagens voll funktionst├╝chtig waren. Die Handbremse war nicht pr├╝fbar.

Das Lenkgest├Ąnge wurde ebenfalls zum Unfallzeitpunkt als voll funktionst├╝chtig eingestuft.

Wer sollte ein Interesse daran haben, den weiteren Karriereweg Alexandras zu beenden? Die Kollegen? Wer w├╝rde soweit gehen? Sicher herrscht hinter dem Vorhang nicht selten ein offener Schlagabtausch, und jeder versucht auch den kleinsten Vorteil f├╝r sich zu nutzen, aber direkte Alternativen zu Alexandra gab es ja gar nicht. Wer sollte hier anstelle dieser K├╝nstlerin bevorzugt werden? Sie war ja einmalig und so hatten auch die anderen Kolleginnen und Kollegen nichts zu bef├╝rchten. Sie hatten ihre eigenen Ziele. Auch den Schwestern, oder der verbleibenen Verwandtschaft werden oft ├╝ble Machenschaften angedichtet zu diesem Thema. Wieso?? Wer schlachtet die Gans, die goldene Eier legt? Schlie├člich hatten sie nur Vorteile. Auch war der Zeitpunkt, um ggf. ein Erbe anzutreten absolut ung├╝nstig. Alexandra hatte zu der Zeit nur Schulden.

Nikolai Nefedov war ausgewandert und beschritt gerade sein neues Leben in den USA. Es mag sein, dass er gerne seinen Sohn um sich gehabt h├Ątte, aber genau genommen w├Ąre er f├╝r ihn in dieser Aufbauzeit nur eine Belastung gewesen. Es war ja nun auch nicht so, dass er mit der Betreuung seines Sohnes durch seine Mutter nicht einverstanden gewesen w├Ąre. Ihn und Alexandra hat ja ausser dem gemeinsamen Sohn noch mehr verbunden. Warum sollte er der Mutter seines Kindes den Tod w├╝nschen - unlogisch.

Der KGB - diesem Geheimdienst wurden immer alle nicht erkl├Ąrbaren Geschehnisse angedichtet, ob was dran war, oder nicht. Konnte etwas nicht aufgedeckt werden, dann war es der b├Âse KGB. Was kann eine junge S├Ąngerin, selbst wenn sie in Russland offen ihre Meinung ├╝ber das Regime kund getan h├Ątte, noch tun, um Ziel eines Anschlags zu werden? Im Extremfall h├Ątte man sie ausgewiesen und die weitere Einreise untersagt. Vermutlich wurde hier nur w├╝st spekuliert und dieses Ger├╝cht unter die Leute gestreut.

Pierre Lafaire stand nach seiner "Enttarnung" (allerdings als Heiratsschwindler, nicht als Agent des amerikanischen Geheimdienstes CIA) erst einmal offiziell als "entlobt" da. Er h├Ątte also im Grunde einen Massenmord begehen m├╝ssen, um sich hier "sauber" aus der Aff├Ąre ziehen zu k├Ânnen. Da Alexandra nur geschockt war von seinen Aktivit├Ąten, ist auch auszuschlie├čen, dass sie in irgendeiner Weise ├╝ber sein Tun im Verborgenen Bescheid wusste. Sie hatte sich verliebt und war entt├Ąuscht worden. Pierre Lafaire hat sich auch nach der Bekanntmachung des Todes der K├╝nstlerin bei der Polizei gemeldet und wollte ├╝ber die Umst├Ąnde informiert werden. Nachdem er den Zeitpunkt der ├ťberf├╝hrung nach M├╝nchen kannte, soll er gemeint haben "... dann ist es zu sp├Ąt!". Das kann alles bedeuten. Sicher macht es das Ganze etwas "mysteri├Âs", wie auch sein direktes Verschwinden, aber in diese Sache wurde ebenfalls viel hineingedichtet und spekuliert.

Dass der Wagen auf dem Hof der Werkstatt stand, ist ja nicht un├╝blich und das Ger├╝cht, dass sich jemand an dem Wagen zu schaffen machte, um seine Spuren der b├Âsen Tat zu verwischen, ist sicher das, was es ist, ein Ger├╝cht. Wer sollte sich die M├╝he machen, z.B. die Spuren einer Bremsenmanipulation unter solchen Umst├Ąnden (schliesslich war das gesamte Areal bewohnt und mit "Fans" musste auch gerechnet werden) im Nachhinein zu beseitigen? So wichtig wie z.B. ein amerikanischer Pr├Ąsident war Alexandra ja nun wirklich nicht, so dass man hier von einer gro├č angelegten Vertuschung reden k├Ânnte. Es gibt bis heute keinerlei Beweise oder gar Belege daf├╝r, dass Alexandra von irgendeiner Person aus dem Verkehr gezogen werden sollte und der Wagen deshalb manipuliert wurde.

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Warum kaufte sie kurz vor ihrem Tod ein Grab?
Besch├Ąftigt man sich ein wenig mit dem Leben Alexandras, kommt man irgendwann zwangsl├Ąufig zu dem Punkt, wo man sich genau diese Frage stellt.

Alexandras Grab in M├╝nchen, Westfriedhof, in dem auch ihre Eltern beerdigt sind:
Alexandras Grab
Foto: Privatfoto Georg Reindl, Moosburg

PRO - Was spricht f├╝r die Todesahnung?
Sie hat irgendwo gewusst, dass sie auf dieser Fahrt sterben wird.

Wie man verschiedentlich lesen kann, stand im Raum, sie sei bedroht worden.

KONTRA - Was spricht nun gegen die Todesahnung?
Zugegeben, auf den ersten Blick sind diese Gedanken durchaus berechtigt, doch auf den zweiten Blick ist die Erkl├Ąrung f├╝r den Erwerb des Grabes ebenso einfach wie banal.

Alexandras Vater war Anfang Januar 1969 infolge Erfrierens tot in seiner Kieler Wohnung aufgefunden worden. Die Familie beschloss, den Vater in M├╝nchen bestatten zu lassen, es musste also ein Grab gekauft werden. Der Westfriedhof bot sich geradezu an, da Alexandra in der nahen Baldurstrasse ihre Wohnung hatte und somit der Weg dahin nicht weit war.

Im Zuge dessen entschied man sich daf├╝r, gleich ein Doppelgrab zu kaufen. Der Vater, August Treitz, wurde feuerbestattet und in diesem Grab beigesetzt. Dieses ist der Grund, warum Alexandra im selben Jahr bereits ein Grab kaufte. Es war also keine Vorahnung, sondern ein ganz weltlicher Grund.

Die wiederholt angef├╝hrte ├äu├čerung von Alexandra, sie w├╝rde keine 40 Jahre alt werden, ist ein oft dahergesagter Satz, in dem sich rein psychologisch betrachtet der Wunsch nach einem langen Leben verbirgt und nicht unbedingt als "Todesahnung" interpretiert werden kann. Au├čerdem ist der Weg von 27 bis 40 Jahren noch weit, und so erscheint rein logisch gesehen der Verdacht einer Todesahnung in diesem Alter doch als ziemlich weit hergeholt. Die von verschiedenen Seiten best├Ątigte Aussage von Alexandra, sie w├╝rde sich verfolgt (von mir aus auch bedroht) f├╝hlen, ist ein sporadisch auftretender, spontaner Eindruck, dem viele Stars und solche, die es werden wollen, hin und wieder erliegen. Das h├Ąngt mit dem doch eingeschr├Ąnkten Privatleben und der andauernden ├Âffentlichen Pr├Ąsenz zusammen. Im Grunde kennen alle im ├Âffentlichen Leben stehenden Personen diese Momente, nur hier wird, aus welchen Gr├╝nden auch immer, aus einer M├╝cke ein Elefant gemacht.

Was ist wahrscheinlich?
Belegt ist, dass Alexandra aufgrund der privaten und beruflichen Geschehnisse mit ihren Kr├Ąften ziemlich am Ende war. Sie fuhr mit dem Nachtzug in der Nacht vom 30.07. zum 31.07.1969 von M├╝nchen nach Hamburg. Sie hat in dieser Nacht kaum geschlafen, da am n├Ąchsten Tag ihr Plattenvertrag auslief und sie sich Gedanken um die Arten der m├Âglichen Verl├Ąngerungen, bzw. um die Konditionen des neuen Vertrages machte.

Am 31.07. war sie deshalb noch bei der Phonogram, um dar├╝ber zu sprechen. Es gibt die Aussage, dass sie dort sehr aufgew├╝hlt gesessen habe. Nach diesem Gespr├Ąch f├Ąhrt sie mit ihrer Mutter und ihrem Sohn voller Vorfreude auf den Urlaub in Richtung Sylt.

Es ist ein hei├čer Sommertag. Der Wagen besitzt weder Klimaanlage noch Anschnallgurte (diese waren damals noch keine Pflicht). Unterwegs streikt der Wagen, weshalb er in einer Werkstatt, die auf dem Weg liegt, kurzfristig und nur oberfl├Ąchlich begutachtet und laut Quittungsbeleg eine Z├╝ndspule getauscht wird. Alexandra kann ihre Fahrt fortsetzen. Augenzeugen sagen sp├Ąter aus, dass der Mercedes sie angeblich mehrmals in hoher Geschwindigkeit ├╝berholt habe. Wieso mehrmals, bleibt dahin gestellt.

Ob es im Wagen wom├Âglich Streitigkeiten zwischen Mutter und Tochter gab (Alexander schlief ja hinten), die eventuell zur Ablenkung f├╝hrten, kann nat├╝rlich nicht gesagt werden.

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Ist Alexandra wirklich zu schnell gefahren?
Eine m├Âgliche Erkl├Ąrung w├Ąre, dass sie einfach nur etwas sp├Ąter als erhofft dran war - durch die Verz├Âgerungen wegen der Schwierigkeiten mit dem Wagen - und den Autozug nach Sylt noch bekommen wollte. Da Sylt keine direkte Stra├čenanbindung ans Festland hat, ist die Insel nur ├╝ber einen kleinen Damm mit dem Zug erreichbar. Durch diese Eile und die zuvor erl├Ąuterten Umst├Ąnde k├Ânnte die Unachtsamkeit an der Unfallkreuzung entstanden sein.

Doch wie gesagt "k├Ânnte"!!

Auch gegen zu schnelles Fahren spricht das sp├Ątere Gutachten ├╝ber die Unfallsituation, das mit moderneren Mitteln auf Grund der alten Daten von einem Ingenieur erstellt wurde. In diesem Gutachten steht, dass der Wagen von Alexandra nicht schnell gewesen sein kann, da sonst die Spuren auf der Strasse, die Sch├Ąden am Auto und die anderen relevanten messbaren Punkte, die z.B. f├╝r zu schnelles Fahren sprechen w├╝rden, anders aussehen w├╝rden.

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Der Einbruch in die Leichenhalle in Tellingstedt

Leichenhalle in Tellingstedt
Foto: Privat-Foto Jochen Behrendt, Mainz

In der Nacht vom 31.07. zum 01.08.1969 war Alexandra in der Tellingstedter Leichenhalle aufgebahrt. In dieser Nacht wurde in die Leichenhalle eingebrochen, allerdings in einen falschen Bereich, so dass man nicht an den K├Ârper Alexandras kam.

Warum wurde eingebrochen?
Auf diese Frage gab es lange Zeit keine belegbare Antwort, allenfalls Mutma├čungen. Man ging auch nicht von einem "professionellen" Einbruch aus, denn das w├Ąre bei einem geplanten Vorgehen nicht passiert, bzw. dann h├Ątte/n der/die T├Ąter direkt den anderen Weg gew├Ąhlt, um an sein/ihr Ziel zu kommen, oder seinen/ihren "Job" zu erf├╝llen, was es auch h├Ątte sein k├Ânnen.

Wer ist das gewesen?
Vor einigen Jahren haben sich jetzt 2 M├Ąnner gemeldet und zugegeben, dass sie damals als Jugendliche in die Leichenhalle eingebrochen sind, um Alexandra noch einmal sehen zu k├Ânnen. Da sie aber zuerst falsch gewesen sind und sie f├╝r ein weiteres Vorgehen den Mut verloren, sind sie schnell wieder auf und davon.

Warum haben sie sich erst so sp├Ąt gemeldet?
Man kann wohl davon ausgehen, dass zun├Ąchst das schlechte Gewissen und auch die Angst vor Strafe und Inrechnungstellung des Schadens die T├Ąter davon abhielten. Als sie sich schlie├člich meldeten, war das Ganze l├Ąngst verj├Ąhrt. Dem Verfasser gef├Ąllt allerdings der Gedanke, dass bei den Beiden doch noch nach all den Jahren entweder durch das ├ältergewordensein, oder nur allein aus dem Wunsch heraus, ihr Gewissen zu erleichtern, der Mut ├ťberhand gewann, Farbe zu bekennen. Somit ist auch das gekl├Ąrt.

Sollten Spuren verwischt werden?
Die Frage kann man sicherlich getrost streichen, denn wenn ausser dem Unfall noch etwas anderes h├Ątte eine Todesursache sein k├Ânnen, dann w├Ąre nur die Vernichtung des Leichnams sinnvoll gewesen. Das h├Ątte mit einem Brand erreicht werden k├Ânnen, der auch von der "falschen Seite" der Halle h├Ątte entz├╝ndet werden k├Ânnen. Bis das jemand bemerkt h├Ątte, w├Ąre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die gesammte Halle niedergebrannt. Damit w├Ąren aber auch "alle" eventuell vorhandenen Spuren dem Feuer zum Opfer gefallen.

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Verschiedene Schriften zum Thema Feuerbestattung in der Unfallakte:
Eine weitere Ungereimtheit in der Unfallakte, die massiv zu Spekulationen herausforderte, ist ein Schriftst├╝ck, in dem folgender Satz steht:

Eine Feuerbestattung soll in beiden F├Ąllen stattfinden (M├╝nchen).

Wie hier in unterschiedlicher Farbe und mit unterschiedlicher Schrift demonstriert, wurde der Anfang des Satzes bis zum Wort "soll" im gleichen Stil geschrieben, wie auch alles davor Geschriebene. Danach ist dann deutlich sichtbar, dass die Vervollst├Ąndigung des Satzes mit einer anderen Maschine vorgenommen wurde. Der Polizeihauptmeister sagte aus, dass , soweit er es noch w├╝sste, der Kollege damals das gesamte Schriftst├╝ck auf einer Maschine schrieb. Auf jeden Fall h├Ątte er den Satz so bestimmt nicht geschrieben!

Was aber ist wahrscheinlich?
Die einfachste M├Âglichkeit scheint die wahrscheinlichste zu sein. Der Beamte hat dieses Dokument vorgeschrieben und war sich bei der Feuerbestattung einfach nicht sicher. Deshalb hat er den Satz zur sp├Ąteren Vervollst├Ąndigung erst einmal offen gelassen. Er wurde sp├Ąter dann erg├Ąnzt, als die endg├╝ltige Entscheidung daf├╝r vorlag.

Gerade die zwei widerspr├╝chlichen Beerdigungsscheine, in denen einmal Erdbestattung und einmal Feuerbestattung vermerkt waren, d├╝rften f├╝r Verwirrung gesorgt haben. Man kommt schnell auf den Gedanken, dass etwas "vertuscht" werden soll, wenn etwas, oder jemand den Flammen ├╝berlassen wird. Heute ist das zwar alles etwas anders (siehe CSI), aber damals w├Ąre nach einem Brand sicherlich nichts Verwertbares ├╝briggeblieben.

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Fazit
Vieles, was im Falle Alexandra als "mysteri├Âs" bezeichnet wird, kann relativ einfach erkl├Ąrt werden. Nach so langer Zeit und mit der gro├čen "Zur├╝ckhaltung". mit der akzeptierbare Zeitzeugen den Fragern begegnen, wird es immer Platz und Raum f├╝r Spekulationen und Ger├╝chte geben. Doch auch das ist ein Teil der Legende "Alexandra".

Man sollte nicht vergessen, dass zu der damaligen Zeit, immerhin ist es nun ├╝ber 40 Jahre her, alles nicht den Stand des Fortschritts aufwies, wie man ihn heute hat. Somit waren auch die M├Âglichkeiten f├╝r Untersuchungen und Recherchen im Verh├Ąltnis sehr eingeschr├Ąnkt.

Ein Punkt kommt auch noch hinzu, das ist die Mentalit├Ąt der Menschen in diesen Jahren. Selbst wenn bei der Untersuchung des Unfalls, wie es dazu kam und was alles so dabei eine Rolle spielte, sogenannte Nachl├Ąssigkeiten, m├Âglicherweise aus Desinteresse, begangen wurden, so wird das niemand zugeben, um die Form zu wahren. Aber das sind menschliche Gr├╝nde und keine kriminellen. An der Kreuzung waren und sind noch viele Menschen zu Tode gekommen und nach einiger Zeit schleicht sich da ein gewisser "Schlendrian" ein, so nach dem Motto: "Oh nee, nicht schon wieder, mach Du das jetzt mal und beeile Dich, damit wir wieder nach Hause kommen.". Aus Routine wird auch oft Nachl├Ąssigkeit, schlie├člich kennt man es ja schon alles, ist ja sowieso immer das gleiche - und so weiter.

Keiner wei├č es, und es wird auch nie jemand schl├╝ssig erfahren (alle Beteiligten sterben so langsam aus, und niemand bleibt ├╝brig), so bleiben weiterhin die Fragen im Raum, die sich ein jeder selbst nach seinem Gutd├╝nken beantworten kann (denn die Gedanken sind frei):

War es ein banaler Unfall? War es nur "Bangemache" mit leider t├Âdlichem Ausgang, oder war es gar ein geplanter Mord?

So, an alle Interessierten - Viel Erfolg beim R├Ątseln und Spekulieren!

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