"Illusionen - Alexandras Leben"

Premierebericht vom 31.01.2015 im Landestheater Eisenach

Bericht: Thomas Stoye, Jürgen Schlickeisen und Werner Dechent
Fotos: ©2015 Jürgen Schlickeisen, Thomas Stoye

Transparent am Theater Am 31.01.2015 waren wir, Werner Dechent aus Regensburg, Jürgen Schlickeisen und Thomas Stoye, beide aus Hamburg, angereist in die schöne thüringische Stadt Eisenach zur Premiere des Theaterstückes Illusionen – Alexandras Leben mit Jannike Schubert als Alexandra und Franz Fischer an Klavier und Gitarre.

Das Landestheater Eisenach, ein altes, aber schönes und gut erhaltenes Theater mit 656 Plätzen, war ausverkauft!

Landestheater Eisenach

Foyer  Theatersaal 

Der Zuspruch des Publikums war überraschend positiv, da Alexandra als westdeutsche Sängerin in der DDR doch wohl wenig bekannt war. Es waren auch jüngere Zuschauer da. Gespannt warteten wir auf den Auftritt.
Die Kulisse auf der Bühne war harmonisch und kam mit wenig aus, was auch gut so war, denn das Schauspielerische und die Musik standen im Mittelpunkt.

Bühne  Bühne 

Als erstes betrat Franz Fischer die Bühne, und dann, mit atemberaubender Ähnlichkeit mit Alexandra, Jannike Schubert. Man hatte den Eindruck, gerade eine Zeitreise hinter sich zu haben und Alexandra live auf der Bühne zu sehen.
Sie sang als erstes Mein Freund der Baum, wunderbar schön und mit beeindruckender Bühnenpräsenz. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Maskenbildnerin bzw. Friseuse von Frau Schubert mit ihrem Können voll überzeugte.
Es folgten längere Dialoge über Alexandras Leben, wobei die Bühnenakteure mit eigener live-übertragender Kamera arbeiteten und sich selbst und das Publikum filmten. Die Übertragung wurde auf eine große Leinwand auf der Bühne projiziert. Ungewöhnlich, aber gut, da es dem Stück zusätzliche Modernität und Aktivität gab. Es war mal lustig, u.a. mit Präsentation von Im 6. Stock im Stil der 20er Jahre, dargeboten mit ungewöhnlicher, gekonnter Stepptanzdarbietung, dann wieder ernst und nachdenklich.
Ausgezeichnet war die schauspielerische Leistung von Frau Schubert. "Alexandra" wurde von der Hauptdarstellerin dargeboten mal mit überschäumendem lebens- und erfolgshungrigen Temperament, dann verärgert oder traurig, wobei die eine oder andere Bühnenrequisite schon mal durch einen kräftigen, temperamentvollen Fusstritt quer über die Bühne flog, so dass man sich speziell in der ersten Reihe fast hautnah mit im Geschehen fühlte…
Sogar Alexandras typische Gesten bei Gesang wurden präzise dargestellt!
Brillant auch Franz Fischer, vielseitig am Klavier oder mit Gitarre und Gesang als Fred Weyrich, Hans R. Beierlein, Adamo, Harry Osterwald oder Udo Jürgens.
Lieder wie Was sind wir Menschen doch für Leute, Zigeunerjunge, Sehnsucht oder Walzer des Sommers ergänzten sich mit den Dialogen harmonisch zu einem Ganzen.
Schön auch, den Song Nur einen Sommer lang einmal live vorgetragen zu hören, der ja bekanntlich von Udo Jürgens komponiert, von Alexandra getextet, aber niemals von ihr gesungen wurde.
Die künstlerischen und gesanglichen Vorträge von Frau Schubert wurden mehrfach von langem Beifall unterbrochen.
Die problematische Aufnahme-Session von Sehnsucht wurde sehr überzeugend gespielt; Jannike Schubert verließ kurz die Bühne und den Saal. Einfühlsam waren die Texte zu Illusionen und Was ist das Ziel?! Hier kam das Können des Autors des Stückes besonders zum tragen.
Eine interessante Darbietung war auch die Entstehungsgeschichte der beiden Versionen von Alexandras Künstlernamen, wechselseitig vorgetragen von "Alexandra" und ihrem Entdecker Fred Weyrich.
Nach der Pause trat "Alexandra" Schubert in einem Medley im berühmten grünen langen Kleid auf.
Es folgten Dialoge über Alexandras Verlobung mit Pierre Lafaire bis hin zum tragischen Unfall. Hier glänzte Frau Schubert besonders in ihrer tragischen Rolle.
Das Bühnenstück endete mit Mein Freund der Baum, und zum Abschluss hörte man Alexandras Stimme, von Jannike Schubert täuschend echt imitiert! Hier konnte einem ein Schauer über den Rücken laufen.
Es folgten minutenlanger Beifall mit standing ovations. Herr Fischer und Frau Schubert mussten drei Zugaben geben, u.a. Solenzara.
Nach einem langem Schlussapplaus und der Überreichung von mehreren Blumensträußen durch Publikum und Theaterangestellte an die Künstler durften die Akteure die Bühne verlassen.
Bei der anschließenden Premierenfeier wurden neben den beiden Künstlern auch die Mitwirkenden hinter der Bühne, verantwortlich für Maske, Gesang, Tanz und Musik, vorgestellt und gewürdigt. Man hatte das angenehme Gefühl eines harmonischen Teams.

Anschließend hatten wir mit Jannike Schubert und Franz Fischer ausführliche Gespräche und konnten viele schöne Fotos machen. Beide freuten sich sehr über unser Erscheinen und trugen sich in unser Vereinsgästebuch ein.

Jannike Schubert und Werner Dechent
Jannike Schubert und Werner Dechent

Jannike Schubert und Franz Fischer
Jannike Schubert und Franz Fischer

Jannike Schubert schreibt ins Vereinsgästebuch Franz Fischer schreibt ins Vereinsgästebuch
Eintrag im Vereinsgästebuch
Gruppenfoto
Jürgen Schlickeisen, Franz Fischer, Jannike Schubert, Werner Dechent und Thomas Stoye (v.l.n.r.)

Es gibt weitere Vorstellungen in Eisenach und Meiningen bis zum November 2015.
Eine Vorstellung in Meiningen fand sogar schon am 01.02.2015 wegen Ausfalls eines anderen Theaterstücks dort statt. Anfragen von weiteren Theatern lassen erwarten, dass das Bühnenstück über Alexandra noch länger und bundesweit aufgeführt wird.
Nach einiger Zeit und Stärkung am kalten Büffee verließen wir sehr zufrieden und glücklich das Theater. Anschließend haben wir den Abend in einem Lokal in der Eisennacher Altstadt ausklingen lassen.

Wer es für sich ermöglich kann, sollte eine der nächsten Vorstellungen besuchen!
Es gibt eine erste, sehr gute Kritik bei Eisenachonline.
Weitere Infos über die Darsteller auf den Homepages und Facebookseiten von Jannike Schubert und Franz Fischer:

www.jannikeschubert.com
www.franzfischermusik.de
www.facebook.com/jannikeschubertpage
www.facebook.com/franzfischermusik

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