Alexandra, oder: Der Traum vom Fliegen

Plakat


Ein szenisch-musikalischer Flirt mit dem Leben der großen Künstlerin Alexandra.
Anja Morell (Alexandra), Florian Appel (Piano, div. Rollen), Regie: Alexander May
Premiere 19.03.2015, Pasinger Fabrik, München

Bericht: Thomas Stoye
Fotos: Copyright ©2015 Dorothee Lotsch, Thomas Stoye

Am 19.03.2015 hatte ein außerordentlich gutes musikalisches Schauspiel seine Premiere in der ausverkauften Pasinger Fabrik im Münchener Stadtteil Pasing! Erfreulich war auch die Anzahl der angereisten Alexandra-Freunde: Fritz Schmidthuber (München), Alexander Rindle (München), Werner Dechent (Nürnberg), Dorothee Lotsch (Penzberg), Johanna Ernst (Rot im Allgäu), Thomas Stoye (Hamburg).
Florian Appel und Anja Morell betraten die Bühne. Wir waren gespannt, was uns erwarten würde. Anja Morell eröffnete mit Der Traum vom Fliegen, begleitet von Florian Appel am Klavier.

Anja Morell und Florian Appel

Man war sofort gefühlvoll eingebunden. In den folgenden Dialogen verkörperte Anja Morell Alexandra, während Florian Appel in verschiedene Rollen schlüpfte: Fred Weyrich, Adamo u.a. Besonders überzeugen konnte er in der Rolle von Fred Weyrich, den er, wie er uns später verriet, persönlich kannte. Anja Morell entpuppte sich als schauspielerisch-musikalisches Multitalent und begleitete sich bei ihren Gesangsvorträgen selbst. Mal gefühlvoll auf der Konzertgitarre, dann – passend zum Titel Akkordeon - auf einem ebensolchen, am Klavier, oder sogar auf der elektrischen Gitarre.

Anja Morell mit Gitarre  Anja Morell mit Akkordeon  Anja Morell und Florian Appel 

Ungewöhnlich, und so noch nie gehört, als Anja Morrell auf der elektrischen Gitarre Mein Freund der Baum vortrug. Dieser harmonisch gestaltete Titel war eine gute Idee von Anja Morell und Alexander May (Regisseur), denn er schlägt hervorragend einen Bogen in die heutige Zeit.
Die Stimmung im Saal steigerte sich mit jedem Lied, und es wurde begeistert mitgeklatscht. Dank der musikalischen Vielseitigkeit der Akteure – auch Florian Appel sang, spielte auf einer Ukulele und am Klavier – erhielt so jedes Lied sein ganz eigenes Kleid, seine ureigene Stimmung.
Exzellent auch die Dialoge: mal ironisch, leise, sensibel, dann wieder laut; Alexandras Persönlichkeit kam dabei nicht zu kurz.
Das Bühnenbild kam mit wenig aus, neben den bereitstehenden Instrumenten zierten große Holztiere (Elefant, Nashorn, Schaukelpferd) die Peripherie.

Bühnenbild

Interessant dabei auch der Einbau dieser Spielgeräte in das Stück, sie erinnerten dank ihrer Holzbauweise an Mein Freund der Baum und sollten Alexandras Liebe und Verbundenheit zur Natur unterstreichen. Als Zugabe verabschiedete sich das Duo mit dem Titel If I never sing another song von der Bühne – es war grandios! Viel zu schnell war die Zeit vergangen, und das Stück endete mit langanhaltendem Beifall für die Künstler! Diesen besonderen Abend ließ sich auch die Münchener Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin Diana Körner nicht entgehen.

Anja Morell, Alexander May und Florian Appel
     Anja Morell, Alexander May und Florian Appel
Thomas Stoye, Anja Morell, Alexander Rindle, Werner Dechent, Johanna Ernst, Fritz Schmidthuber
Thomas Stoye, Anja Morell, Alexander Rindle, Werner Dechent,
Johanna Ernst, Fritz Schmidthuber (v.l.n.r.)

Anja Morell, Florian Appel und Alexander May standen uns nach der Aufführung für interessante Gespräche, Autogramme, Fotos und einen Eintrag in unser Vereinsgästebuch zur Verfügung, worüber wir uns sehr gefreut haben. So verriet uns Alexander May, dass seine Eltern große Fans von Alexandra waren und ihm in Anlehnung den Namen Alexander verpassten.

Florian Appel und Anja Morell Thomas Stoye und Alexander May 

Am darauffolgenden Tag fand noch eine weitere erfolgreiche Vorstellung in der Pasinger Fabrik statt. Geplant sind weitere Termine, so z.B. am Pforzheimer Theater, dessen Leiter Alexander May ist, und möglicherweise auch an anderen Theatern deutschlandweit. Zudem sind Aufzeichnungen auf CD und DVD in Planung.
Für mich als Hamburger war es wirklich schön, die weite Reise gemacht zu haben! Besonders hat mich natürlich auch das Zusammentreffen mit den anderen Alexandra-Freunden gefreut. Die freundliche und offene Persönlichkeit von Anja Morell, Florian Appel und Alexander May haben mich sehr positiv beeindruckt.
Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Stück!

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