Jahrestreffen - Abendprogramm

Bericht: Jürgen Schlickeisen
Fotos: Copyright ©2016 Jürgen Schlickeisen, Dorothee Lotsch, Werner Dechent, Thomas Stoye

Samstag, 30.07.2016

An diesem Abend trafen wir uns im erst vor kurzem neu eröffneten Stadtteilhaus Horner Freiheit, wo ein Raum für uns reserviert war; für die vorausgegangene Organisation ganz großen Dank an Thomas Stoye!

Zunächst begrüßte unsere 1. stellv. Vorsitzende Dorothee Lotsch alle Anwesenden ganz herzlich und eröffnete die Jahreshauptversammlung mit einem Überblick über die aktuelle Mitgliederzahl und die Aktivitäten des vergangenen Jahres.

Vorstand eröffnet die Jahreshauptversammlung

Leider mussten wir uns letztes Jahr von einem Mitglied für immer verabschieden.
Karl Thelen verstarb im Dezember letzten Jahres.
Wir erhoben uns alle und legten eine Schweigeminute für ihn ein.
Möge er in Frieden ruhen.
Es folgte die Information über eine erfolgte Satzungsänderung des Vereins, welche aus rechtlichen Gründen erforderlich war und worüber bei der letzten Mitgliederversammlung abgestimmt worden war.
Im Laufe des letzten Jahres fanden drei Vorstandssitzungen statt, das Jahrestreffen in Nürnberg, das Gedenktreffen in München und Tellingstedt, zwei Regionaltreffen in München und eines in Overath (mit Hans Blum, seiner Frau, Drafi Cramer und Monika Howland als Ehrengäste).
Zudem gab es wieder zahlreiche externe Theaterveranstaltungen, die von einigen Mitgliedern besucht wurden.
Winfried Irmler gestaltet schon seit 2008 unsere Vereinszeitung "Hereinspaziert", und steckt dort viel Zeit, Arbeit und Herzblut hinein.
Hierfür sei ihm einmal ausdrücklich gedankt! Es wäre wünschenswert, dass man ihm aus den Reihen der Leser auch mal ein Feedback gibt und ihm mitteilt, was gefällt oder wo evtl. Änderungswünsche bestehen, und seine lobenswerte und sicherlich von allen geschätzte Tätigkeit nicht einfach kommentarlos als selbstverständlich hinnimmt.
Weiter ging es mit einem Ausblick auf geplante Aktivitäten:

  • Das Jahrestreffen 2017 wird im Mai in Bad Sachsa stattfinden.
  • Hans Blum hat initiiert, dass Fred Weyrich als Ehrenmitglied vorgeschlagen wurde. Der Vorstand wurde hierzu zu seinem 95. Geburtstag zu einer Zeremonie an sein Grab am Ammersee eingeladen.
  • Die (Sitz-)Bank in Kiel soll neu gestrichen werden. Thomas Stoye übernimmt die Organisation.
  • Helen Jordan hat zu einer Vereinslesung eingeladen.
  • Rita Pitterowa von der Schauspielschule in Hamburg-Rothenburgsort plant eine Theateraufführung über Alexandra.
  • Die Open Acting Academy e.V. in Hamburg, ein gemeinnütziger Kulturverein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, emotionale Kommunikationskompetenz durch Kunst & Kulturprojekte zu vermitteln, ist an einer Zusammenarbeit mit unserem Verein interessiert. Der Verein ist in Rothenburgsort lokalisiert und durch Rita Pitterowa, die dort für Public Relations zuständig ist und neuerdings unser Vereinsmitglied, mit uns in Kontakt.

Es folgte der Rechenschaftsbericht und die einstimmige Entlastung des Vorstandes.

Anschließend wurden Laptop und Beamer für eine Powerpoint-Präsentation aktiviert.
Zur großen Überraschung von Thomas Stoye und mir, denn wir beide waren die Hauptpersonen in dieser Präsentation...!
Es wurden Fotos gezeigt, auf denen wir beide, einzeln oder gemeinsam bei verschiedenen Veranstaltungen in ganz Deutschland, abgebildet waren, zusammen mit den entsprechenden Künstler/innen, sowie Thomas bei Veranstaltungsorganisationen (insbesondere bei Vorbereitungen für eben dieses Jahrestreffen) und meine Wenigkeit bei der Arbeit an der Alexandra-Welt!
Für unser großes Engagement für diese Tätigkeiten wurde uns beiden dann die Vereins-Ehrennadel überreicht!

Ehrung mit Vereinsnadel

Hierfür möchten wir uns ganz herzlich bedanken!
(Zu den Dankesworten von Thomas und von mir).
Nun begann das schon von allen mit Spannung erwartete Abendprogramm.

Bericht: Thomas Stoye:
Ein überzeugendes und bewegendes Alexandra-Konzert mit Rezitation zeigte die Chanson-Sängerin Anna Haentjens, die eine Chanson-Werkstatt in Elmshorn leitet und 1. Vorsitzende der dortigen Kleinkunstbühne "Haus 13" ist, in wunderschöner musikalischer Begleitung durch Ulrich Stolpmann, stilsicher mit gelungenen Arrangements, im kürzlich neu eröffneten Kulturhaus Horner Freiheit in Hamburg.

Anna Haentjens und Ulrich Stolpmann

Danken möchte ich, Thomas Stoye: Dorothee Lotsch für ihre Begrüßung und ihre einleitenden Worte über Anna Haentjens, und wie ich sie bei der Suche nach Künstlerinnen für Auftritte bei unseren Vereinsveranstaltungen entdeckt habe.
Darüber, und dass meine intensive Vorarbeit zu ihrem Auftritt bei unserem Jahrestreffen geführt hat, freue ich mich sehr.
Dazu gibt es ja eine Vorgeschichte, die man auf der Alexandra-Welt nachlesen kann (Anna Haentjens - Künstlerportrait).
Nicht nur ihre Alexandra-Lieder, sondern auch die Rezitationen von Edith Piaf, Hildegard Knef und Lale Andersen sowie Gespräche mit mir und ihr großes Interesse für Alexandra und unseren Verein haben mich davon überzeugt, dass sie die am besten geeignete Künstlerin, gesanglich und menschlich, für unsere Veranstaltung am Tage der Gedenktafelenthüllung ist.
Für mich ist Anna Haentjens eine faszinierende und sympathische Chanson-Sängerin; nicht von ungefähr eine der besten Chanson-Sängerin Deutschlands und Frankreichs.
Im perfekten Styling betraten Anna Haentjens (in hellblauem, dezentem Kostüm und mit weißem Halstuch) und Ulrich Stolpmann die Bühne im großen Saal des Horner Stadtteilhauses.
Herzlich möchte ich Anna Haentjens danken für ihre freundlichen und lieben Begrüßungsworte über mich und uns Alexandra-Freunde!
Anna Haentjens blickt auf eine langjährige Bühnen-Erfahrung zurück.
Das ist besonders gut und sehr interessant, weil sie sich nicht nur an die Biografie hält, sondern auch viel von sich selbst und aus dem Leben Alexandras erzählt.
Bewegend, sehr gefühlvoll gesungen und berührend fand ich die Lieder "Mein Kind schlaf ein", "Mein Freund der Baum", und die Zugabe "Erstes Morgenrot". Das gleiche gilt auch, und ist besonders hervorzuheben, bei den Titeln "The guns and the drums", zeigt es doch ihr besonderes politisches und soziales Engagement.
Bei dem von ihr neu einstudierten Titel "Was sind wir Menschen doch für Leute" zeigt sie ein besonderes Gespür für den früher wie heute hochaktuellen Text, den Alexandra einst sang.
So erlebte der Zuschauer eine wunderbare Zeitreise in Text (Rezitation) und Lieder Alexandras, professionell auf deutsch und französisch. Nicht kopierend, sondern individuell mit ihrer eigenen charismatischen Persönlichkeit.
Sie erzählte auch viel über sich selbst und den deutschen Chanson. Das fand ich sehr schön und bemerkenswert!
Es gab immer wieder großen Beifall nach den Liedern und Rezitationen, die sich abwechselten, und die Alexandra wunderbar gerecht wurden.
Mit der Zugabe "Erstes Morgenrot" endete ein gefühlvoller und bewegender Abend unter großem und langanhaltendem Applaus!
Dorothee Lotsch und ich überreichten als Zeichen unserer Wertschätzung den Künstlern Blumensträuße, die sie erfeut und dankbar entgegennahmen.

Applaus für die beiden Künstler!

Es war eine unvergessliche Musikdarbietung!
Ganz herzlichen Dank dafür an Anna Haentjens und Ulrich Stolpmann, auch für die netten Gespräche, Fotos und Autogramme im Anschluss.

Johanna Ernst, Thomas Stoye und Sabine Strzeletzki mit Anna Haentjens

Ebenfalls herzlich bedanken möchte ich mich auch bei Dorothee Lotsch für die Organisation der Veranstaltung und ihre schönen Abschlussworte.
Wir, die Alexandra-Freunde, würden uns sehr über weitere Auftritte der beiden Künstler bei zukünftigen Vereinsveranstaltungen freuen!

Anna Haentjens und Ulrich Stolpmann

Weitere Stimmen zur Aufführung:

Johanna Ernst:
Wunderschöner Auftritt. Auch wunderschön, dass sie nicht versucht, Alexandra zu kopieren, das finde ich besonders gut. Sehr berührt haben mich u. a. "The guns and the drums" und "Mein Kind schlaf ein". Auch die Französischen Lieder sind von ihr besonders schön.
Ihre französische Aussprache ist auch sehr gut, ist sicher dann auch für einen französischen Muttersprachler sehr gut verständlich (was bei vielen anderen Künstlern nicht unbedingt so ist).

Wolfgang Rostek:
Durch und durch professionell zeigte sich die Sängerin Anna Haentjens vor den Alexandra Freunden.
Die auf eine langjährige Bühnenerfahrung zurückblickende Künstlerin trug Lieder Alexandras auf französisch und deutsch gekonnt und abwechslungsreich vor.
Vor jedem der von ihr vorgetragenen Liedern erzählte sie aus dem Leben Alexandras. So erlebte der Zuhörer zusammen mit den originalen Liedern eine musikalische Zeitreise.
Anna Haentjens begeisterte durch ihre den Liedern angepasste emotionale Interpretation.
Dabei begleitete sie der Pianist Ulrich Stolpmann stilsicher mit gelungenen Arrangments.
Ein wunderbarer musikalischer Abend!

Sabine Strzeletzki:
Hat mir sehr gut gefallen, wunderbar!

Infos und Kontakt:
Anna Haentjens
Chanson Werkstatt


Seite 4: Gedenkfeier in Tellingstedt

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