Besuch in Kiel und Tellingstedt

Bericht: Thomas Stoye
Fotos: Copyright ©2018 Thomas Stoye

Besuch am Alexandraplatz in Kiel

Am 13.08.2018 bin ich spontan nach Kiel gefahren, um zu schauen wie es aktuell auf dem Alexandraplatz mit der Bank aussieht. Kiel ist immer eine Reise wert. Das Wetter war wechselhaft mit etwas Regen. Es war gut, dass ich diesmal an einem Wochentag da war, denn so konnte ich zum ersten Mal die evangelisch-lutherische St. Ansgarkirche besuchen, in der Alexandra konfirmiert worden war. Es war schön, die Kirche zum ersten Mal auch von innen zu sehen, und so zündete ich für Alexandra eine Kerze an und verweilte einige Gedenkminuten in der Kirche. Anschließend schrieb ich noch einen Text in das dort ausliegende Gästebuch der Gemeinde und habe mich sehr nett mit einem Gemeindemitglied unterhalten. Sie war erstaunt, dass ich extra wegen Alexandra aus Hamburg gekommen war, und ich erzählte ihr von Alexandra und dass sie in dieser Kirche konfirmiert wurde und nicht weit von dort gewohnt hat. Wir unterhielten uns unter anderem über die Gemeinde der Ansgarkirche, und für mich war auch sehr interessant, dass sie aus der ehemaligen Sowjetunion stammt - ein für mich gutes Beispiel, dass Musik und Glauben Menschen verbinden.

Eine weitere schöne Begegnung hatte ich, als ich den Alexandra Platz erreichte, wo mich ein freundlicher Mitarbeiter eines nahen Fahrradgeschäftes fotografierte. Es zeigte sich, dass er viel über Alexandra und Kiel wusste. Anschließend legte ich die mitgebrachten Blumen am Straßenschild "Alexandraplatz" ab - in Gedenken an Alexandra. Dann sah ich mir den Alexandraplatz genauer an. Über den Zustand gab es kürzlich ja schon einen Bericht in unserer Vereinszeitung "Hereinspaziert". Der Platz ist eine Wohlfühloase in Kiel. Der Zustand der gärtnerischen Anlage hat sich seit 2017 etwas gebessert, aber nicht unbedingt die Sauberkeit vor der Bank, welche zudem mit Graffiti besprüht ist. Auch das Straßenschild ist in schlechtem Zustand und steht schief. Wir werden uns weiterhin bemühen, den Zustand der Bank und des Platzes zu verbessern.
Für mich war es dennoch ein schöner Besuch, begleitet von Alexandra-Musik.

Bank auf dem Alexandraplatz

Bank auf dem Alexandraplatz

Straßenschild Alexandraplatz Thomas Stoye am Straßenschild Alexandraplatz


Besuch am Alexandra-Gedenkstein in Tellingstedt

Etwa vier Wochen später, am 08.09.2018, bin ich nach Tellingstedt gefahren, um auch hier Alexandra zu gedenken und mir den Zustand von Gedenkstein und Kreuz anzuschauen. Die Anfahrt war wegen Zugverspätung etwas beschwerlich. Aber dadurch ergab sich ein sehr nettes Gespräch mit einer Hamburgerin aus dem Stadtteil Hoheluft über Hamburg, Alexandra und weitere interessante Dinge, sodass die Wartezeit auf den zweiten Zug durch unsere Unterhaltung schnell vergangen ist.

In Heide gibt es eine neue Buslinie (2820) mit neuen Bussen der Bundesbahn, die alle zwei Stunden fahren und auch am ZOB in Tellingstedt halten. Der Gedenkstein ist nicht weit von dort entfernt und gut zu Fuß zu erreichen. Die Verbindung ist für Bahnfahrer sehr gut und besser geeignet als die private Busverbindung, die weiterhin besteht. Das Wetter wechselte von Sonne zu Regen, und es gab immer wieder Schauer. Am Gedenkstein war während meines Aufenthalts gutes Wetter, "Alexandra sei Dank". Der Gedenkstein selbst und die Anlage sehen gut aus, eine Folge meiner Bemühungen. Das nahegelegene Gedenkreuz sieht auch noch einigermaßen gut aus, das Holz ist aber in die Jahre gekommen und könnte vielleicht restauriert oder erneuert werden. An beiden Stellen legte ich Blumen ab und hielt inne für ein paar Gedenkminuten, wobei mich ein vorbeikommender freundlicher Radfahrer auch fotografiert hat.

Gedenkstein in TellingstedtGedenkkreuz in TellingstedtThomas Stoye am Gedenkstein
Ich hörte wieder Musik von Alexandra, und auf dem Weg zurück zum ZOB Tellingstedt entdeckte ich eine Volkshochschule, auf deren Website ich später las, dass es dort eine aktive Senioren-Reisegruppe gibt, die auch schon in Litauen war - ein interessanter Aspekt. Ich bin dann problemlos mit dem Bus nach Heide und weiter mit der Bahn zurück nach Hamburg gefahren, wo ich im Rahmen der Theaternacht noch das PEM-Theater in Rothenburgsort besuchte, wo ich sehr herzlich von der Leiterin Özlem Winkler-Özkan begrüßt wurde und mir einen Ausschnitt des aktuellen Programms anschauen konnte.
Ein schöner Tag ging für mich zu Ende.

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