"Vielleicht wird es einmal ein Wunder geben" ÔÇô Hommage an Alexandra

Veranstaltung mit Veronika Maruhn und Robert Di├čelmeyer am 23.03.2019 in Bocholt

Bericht: Udo Leber
Fotos: Copyright ┬ę2019 Udo Leber

Die Veranstaltung fand statt im Bocholter Kulturort "Alte Molkerei", ein zun├Ąchst unscheinbarer Ort, ein altes Gem├Ąuer mit einer Laderampe und einem China Restaurant. Doch innen befindet sich ein gut eingerichteter Vorraum und ein gro├čer Saal. Dieser war fast voll besetzt, mindestens 70 Besucherinnen und Besucher mittleren Alters waren anwesend.

Alte Molkerei

B├╝hne

"Vielleicht wird es einmal ein Wunder geben" ist eine musikalisch-biografische Hommage des Autors J├Ârg Maria Welke an die S├Ąngerin Doris Treitz, die in den sp├Ąten 60er Jahren des letzten Jahrhunderts unter dem Namen Alexandra Kultstatus erlangte. Die aus Essen stammende Schauspielerin/S├Ąngerin Veronika Maruhn und der Pianist Robert Di├čelmeyer begeben sich auf die Spuren Alexandras und zeichnen vor dem Hintergrund eines von H├Âhen und Tiefen gepr├Ągten K├╝nstlerlebens das schillernde Portrait einer bemerkenswerten Pers├Ânlichkeit. Veronika Maruhn unternimmt erst gar nicht den Versuch, die dunkelhaarige Mittzwanzigerin mit der dunklen Stimme kopieren zu wollen ÔÇô und das ist gut so. Sie f├╝hrt mit ausgiebigen Schilderungen in die Welt der sp├Ąten 60er, erz├Ąhlt von Lebensumst├Ąnden, Karriere, und Empfindungen der S├Ąngerin. Zwischen den 16 vorgetragenen Songs gibt es Zitate von damaligen Wegbegleitern und Produzenten, wie Fred Weyrich oder Songschreiber Hans Blum. Auch Ausz├╝ge damaliger Zeitungsberichte finden Erw├Ąhnung sowie Aussagen von Alexandra selbst, und auch ein Interview mit Alexandra wird vorgetragen. Ein von Matthes Schweinberger schlicht gezeichnetes Schwarz-wei├č-Portrait Alexandras ziert die B├╝hne.

Veronika Maruhn auf der B├╝hne

Veronika Maruhn auf der B├╝hne

Veronika Maruhn singt einf├╝hlsam und ausdrucksstark, getragen von den dezenten Klavierparts ihres Partners Robert Di├čelmeyer. Mit feinen Arrangements und tief durchdrungenen Interpretationen gewinnen Maruhn und Di├čelmeyer auch abseits von wohlvertrauten St├╝cken, wie Illusionen, Der Traum vom Fliegen, Mein Freund der Baum, Zigeunerjunge, auch durch weniger bekannte St├╝cke, wie Wei├čt du noch, Ich erwarte dich (Je tÔÇÖattends), ein leeres Haus, oder Mein Kind schlaf ein, ein begeistertes Publikum.

Veronika Maruhn und Robert Di├čelmeyer auf der B├╝hne

Robert Di├čelmeyer am Klavier

Veronika Maruhn verzichtet aus Respekt bewusst auf das Lied "Sehnsucht", da Alexandra das Lied nicht mochte und nie wieder gesungen hat. Da nicht kopiert werden soll sind einige Songs gegen├╝ber dem Original etwas ver├Ąndert und werden langsamer gesungen. Mit einer Biografie zum Todestag und den Songs "Was ist das Ziel" und "Ich liebe dich (Ja lublju tebja)" endet das Konzert. Bei einer anschlie├čenden Zugabe von "Those were the days" war das Publikum nicht mehr zu halten.
Die gleiche Veranstaltung gab es auch schon am 13.10.2017 in Billerbeck.
Zitat: "Das hat sich wirklich gelohnt, Alexandra h├Ątte ihre Freude gehabt".
Dies war die f├╝nfte Vorstellung, weitere sollen folgen, Termine stehen noch nicht fest.

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